Noch 4 Tage bis zur Auswanderung – Unsere To-do-Liste wird immer kürzer

Vor ein paar Wochen schien unsere zweite Auswanderung in die Türkei noch unendlich weit entfernt. Heute sind es nur noch vier Tage, bis wir Deutschland wieder verlassen. Ehrlich gesagt fühlt sich das alles noch ziemlich unrealistisch an.
Mit jedem Tag wird unsere To-do-Liste etwas kürzer und gleichzeitig steigt die Vorfreude. Trotzdem gibt es noch einiges zu erledigen, bevor wir endlich ins Flugzeug steigen und unser neues Kapitel beginnt.
Ein emotionaler Abschied von unserer Wohnung
Gestern war ein großer Meilenstein.
Wir haben unsere Wohnung endgültig verlassen, die Schlüssel übergeben und uns von unserem Zuhause verabschiedet. Obwohl wir wussten, dass dieser Tag kommen würde, war es ein komisches Gefühl, die Tür ein letztes Mal hinter uns zu schließen.
Direkt danach ging es für uns in unsere Heimat Berlin. Dort verbringen wir die letzten Tage mit unserer Familie und unseren Freunden, bevor wir Deutschland erneut verlassen.
Passt das Leben einer sechsköpfigen Familie wirklich in ein Auto?

In den vergangenen Wochen haben wir unglaublich viel verkauft, verschenkt und aussortiert. Trotzdem hatten wir bis zur letzten Minute Sorge, dass wir niemals alles unterbekommen würden.
Wie soll das gesamte Leben einer sechsköpfigen Familie in sechs Koffer und ein Auto passen?
Nach unzähligen Versuchen, ständigem Umpacken und einer Menge Geduld haben wir es tatsächlich geschafft. Alles, was uns wirklich wichtig ist, hat einen Platz gefunden.
Es war ein unglaublich erleichternder Moment.
Mein Mann André ist anschließend gemeinsam mit unserem kleinen Gabriel rund fünfeinhalb Stunden mit dem Auto nach Berlin gefahren. Ich bin mit unseren drei anderen Kindern mit der Bahn gereist.
Die Zugfahrt war aufregend, aber gleichzeitig waren wir alle voller Vorfreude. Als wir schließlich bei meinen Schwiegereltern angekommen sind, konnten wir zum ersten Mal richtig durchatmen.
Der erste große Schritt war geschafft.
Abschied von der Schule – Vorfreude auf die Türkei
Vor zwei Tagen hatten unsere beiden großen Kinder ihren letzten Schultag in Deutschland.
Natürlich mussten sie sich von ihren Lehrern, Mitschülern und Freunden verabschieden. Das war für alle emotional und es flossen auch ein paar Tränen.
Doch gleichzeitig freuen sie sich riesig auf das, was vor ihnen liegt.
Schon seit langer Zeit wünschen sie sich, wieder in der Türkei zu leben. Dort warten ihre Freunde bereits auf sie. Wir stehen fast täglich mit ihnen in Kontakt und planen schon jetzt, was die Kinder nach unserer Ankunft alles gemeinsam unternehmen möchten.
Die nächsten Tage verbringen unsere beiden Großen deshalb noch einmal mit ihren Tanten, Onkeln sowie ihren Cousins und Cousinen. Uns ist diese gemeinsame Zeit besonders wichtig, bevor es wieder Abschied heißt.
Unsere letzten Aufgaben vor der Auswanderung
Auch wenn wir die Wohnung bereits verlassen haben, stehen noch einige wichtige Termine auf unserer Liste.
Einer davon ist der Besuch beim türkischen Konsulat.
Dort werden unsere beiden jüngsten Kinder ihre doppelte Staatsangehörigkeit erhalten. Das wird vieles für unseren Alltag in der Türkei erleichtern. Ich selbst besitze bereits die türkische Staatsangehörigkeit und auch mein Mann möchte diesen Schritt in Zukunft gehen.
Über dieses Thema werden wir euch in einem eigenen Beitrag ausführlich berichten. Wir zeigen euch genau, welche Unterlagen benötigt werden, wie der Ablauf ist und worauf man achten sollte.
Außerdem muss ich unsere Koffer noch einmal komplett durchgehen.
Obwohl wir bereits so viel aussortiert haben, haben wir immer noch zu viele Sachen dabei. Also heißt es erneut überlegen, worauf wir verzichten können und was vorerst in Berlin bleiben muss.
Es ist gar nicht so einfach, sein ganzes Leben auf sechs Koffer zu reduzieren.
Warum wir diesmal so viel entspannter sind
Unsere erste Auswanderung hat uns unglaublich viel gelehrt.
Damals sind wir mit vielen Fragen und Unsicherheiten gestartet. Uns fehlten wichtige Informationen und wir mussten viele Fehler selbst machen.
Diese Fehler haben uns Zeit, Geld und vor allem viele Nerven gekostet.
Heute gehen wir die zweite Auswanderung ganz anders an.
Wir sind ruhiger, strukturierter und wissen inzwischen genau, worauf es ankommt. Viele Entscheidungen fallen uns leichter, weil wir die Abläufe bereits kennen und aus unseren Erfahrungen gelernt haben.
Natürlich bleibt ein bisschen Aufregung. Aber tief in unserem Herzen sind wir überzeugt, dass wir diesmal viel besser vorbereitet sind.
Warum es diesen Blog überhaupt gibt
Genau aus diesem Grund habe ich Unser Familienkompass ins Leben gerufen.
Als wir damals ausgewandert sind, hätten wir uns jemanden gewünscht, der ehrlich über die schönen, aber auch über die schwierigen Seiten einer Auswanderung berichtet.
Jemanden, der zeigt, welche Fehler man vermeiden kann und welche Entscheidungen einem später viel Geld, Stress und Enttäuschungen ersparen.
Deshalb möchte ich hier nicht nur unsere schönsten Momente teilen.
Ich möchte euch auch an unseren Fehlern, Erfahrungen und Lösungen teilhaben lassen. Vielleicht kann dieser Blog anderen Familien dabei helfen, ihren Traum von der Auswanderung besser vorbereitet zu verwirklichen, als wir es damals konnten.
Die letzten Tage bewusst genießen
Bevor es in vier Tagen endlich losgeht, möchten wir die Zeit in Berlin noch einmal ganz bewusst genießen.
Neben den letzten Erledigungen möchten wir unsere Familie und Freunde sehen, gemeinsam lachen und natürlich noch einmal all unsere Lieblingsgerichte essen, die wir mit Berlin verbinden.
Denn schon bald beginnt für uns ein neues Leben in der Türkei.
Und wir freuen uns riesig darauf, euch auf diesem Weg mitzunehmen.
Von unserer Ankunft über die ersten Behördengänge in der Türkei, die Wohnungssuche, den Alltag als Familie mit vier Kindern bis hin zu all den kleinen und großen Herausforderungen, die auf uns warten.
In nur vier Tagen startet unser neues Kapitel – und wir können es kaum erwarten. ❤️
❤️ Noch mehr Gedanken vor unserem großen Schritt?
👉 Unsere größten Sorgen vor der Auswanderung
Was hat uns vor dem Start wirklich beschäftigt? Welche Ängste hatten wir als Familie – und was davon ist tatsächlich eingetroffen?
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